25 Jahre Bund Naturschutz-Ortsgruppe
Die zunehmende Sensibilisierung besorgter Bürger in Umweltfragen veranlasste engagierte Mitglieder des Bund Naturschutz, am 12.Januar 1984 eine eigene Ortsgruppe zu gründen. Ziel war es, in den Gemeinden Ottobrunn, Neubiberg, Hohenbrunn und Putzbrunn gemeindeübergreifend auf Umweltprobleme vor Ort zu reagieren.
Über die Jahre sind wir auf fast 1000 Mitglieder angewachsen. Die Ortsgruppe hat in den letzten 25 Jahren viel erreicht und kann auf ihre Arbeit stolz sein:
- 1985 Mitarbeit bei der ökologischen Aufforstung des Bahnhofwaldes und der Anlage naturnaher Teiche im Schopenhauer Wald durch die betreffenden Gemeinden
- Ab 1985 Mitarbeit in der Arbeitsgemeinschaft „Natur und Umwelt“ in Neubiberg, dem Vorläufer des späteren Umweltbeirats
- Seit 1986 Mitarbeit bei der Planung und Gestaltung des Umweltgartens Neubiberg
- 1987 Erste Ausgabe der „Ökopost“ mit Nachrichten und Informationen der Ortsgruppe
- 1988 In Riemerling werden Teiche mit Sumpfzonen, sowie Trockenbiotope angelegt
- 1988 Zum 75-jährigen Bestehen des Bund Naturschutz in Bayern: Pflanzaktion von Linden in den 4 Gemeinden
- Seit 1990 Aktionen gegen die geplante Westumgehung und zur Rettung des Waldbiotopes Kapuzinerhölzl
- 1992 Umweltpreis der Bayerischen Landesbausparkasse für das Biotop am Grasbrunner Weg in Hohenbrunn
- 1993 Erster Umweltstammtisch in Neubiberg, der über 10 Jahre lang monatlich in der Ökoschule stattfand
- 1995 Mitwirkung beim Wettbewerb: „Mehr Natur im Garten“
- 1995 Herausgabe des 1. Ottobrunner Radlführers;
- Veröffentlichung des 2. Radlführers 1998
- 1995 Gründung einer BN-Kindergruppe, die sich 14-tägig im Umweltgarten trifft
- Bis 1997 Mitarbeit bei „Flugstop Neubiberg“
- 1998 Anerkennungsurkunde der Gemeinde für die Mitgestaltung des Umweltgartens
- 1998 Verleihung des Umweltpreises für den Neubiberger Umweltstammtisch
- 1999 Pflanzaktion „Zukunftswald 2000“. Rund 70 Bäume werden von engagierten Bürgern und Firmen gespendet und beim neuen Friedhof gepflanzt
- 2000 Neupflanzung einer Streuobstwiese mit 38 verschiedenen heimischen Obstbäumen in Hohenbrunn
- 2000/2001 Abschlusspflanzung des Zukunftswaldes mit weiteren 60 Bäumen, Aufstellen von Bänken und einer Tafel mit den Baumspendern
- 2002/2003 Umfangreiche Aktionen gegen die Bebauung des Regionalen Grünzugs durch Infineon in Unterbiberg
- 2002/2003 Protestveranstaltungen, Unterschriftenaktionen und Unterstützung des Bürgerbegehrens gegen die Bebauung des Bannwaldes durch Ikea
- 2002 Sternradfahrt und Übergabe von 600 Unterschriften gegen den Bau der B471 Entlastung durch den Höhenkirchner Forst
- 2002 „Aktion Stromwechsel“ der Ortsgruppe, um möglichst viele Bürger zum Wechsel zu „Grünem Strom“ zu bewegen
- 2003 Protestveranstaltung und Unterschriftensammlung mit der BI „Ständlerstraße“ gegen die Verlängerung der Ständlerstraße durch den Truderinger Wald
- 2003 Rettung von 15000 qm Bannwald im der Waldkolonie vor Verkauf und Bebauung mit Einfamilienhäusern gemeinsam mit der BI „Bürger für Bannwald“
- 2003 Pflanzung einer Linde auf dem Vivamus Gelände in Unterbiberg zum 90-jährigen Jubiläum des BN und zum 20-jährigen Bestehen der Ortsgruppe
- 2004 Einrichtung einer eigenen homepage der Ortsgruppe
- 2004 Unterstützung des Volksbegehrens „Aus Liebe zum Wald“ mit Infoständen, Plakaten und Verteilung von Flyern an alle Haushalte
- Seit 2004 Jährliche Frühsommerwanderung unter der Leitung von Anton Anderl, die sich inzwischen großer Beliebtheit erfreut
- 2005 Große Althandysammelaktion über mehrere Monate. Insgesamt wurden über 200 Handys einem fachgerechten Recycling zugeführt Der Erlös kam der Deutschen Umwelthilfe und der Ortsgruppe zugute
- 2005 Teilnahme am Neubiberger Aktionstag im Rahmen der Bundesgartenschau (BUGA)
- 2006 Unterschriftenaktion mit NUSO und Agenda gegen die Bebauung des Parallelogramms an der B471
- 2006 Neubiberger Umweltpreisverleihung an Eberhard Raasch
- 2006 Schmetterlingsfest auf dem Grünanger in Unterbiberg im Rahmen der „Aktion Faltertage“
- 2007 Versuch einer systematischen Erfassung aller Ausgleichsflächen und Kontrolle des Pflegezustands
- 2007 Klimaschutzaktionen: Infotische, Filmvorführungen „Eine unbequeme Wahrheit“ von Al Gore für Kollegstufe des Ottobrunner Gymnasiums, alle Gemeinderäte und interessierte Bürger gemeinsam mit den Ottobrunner Kinos
- 2007 Aktionen und Führungen zur Rettung von 5 ha Waldes an der Georg-Knorr-Straße Nähe Muna, der für ein Gewerbegebiet geopfert werden soll
- 2007 Große Neophytenbekämpfungsaktionen auf Wiederaufforstungsflächen in Neubiberg, Richtung Waldkolonie und Hohenbrunn
- 2008 Aktionswoche im Rahmen des Tages der Regionen im Neubiberger Haus für Weiterbildung mit Ausstellung zum Thema „Essen für den Klimaschutz“, mit Eröffnungsvortrag durch Frau Peters und Abschlussveranstaltung mit dem Film „We feed the world“. Verbunden mit einem Quiz „Weltmenü contra Regionalmenü“ mit wertvollen ökologischen Sachpreisen
- 2008 Radtour zu ausgewählten Projekten und Biotopen der Ortsgruppe (zukunftswald, Streuobstwiese, Teiche)
- 2008 Alternative Standortsuche für Ottobrunner Pfadfinderhaus um Biotop zu schützen, als Kompromiss wurde ein Holzhaus auf Ständern errichtet um die Bäume zu schonen
- 2008 Sicherung eines Wechselkrötenbiotops am Haidgraben mit Hilfe des Ottobrunner Bauhofes
- 2009 Radltour zur Tagwerk Ökokiste im Hofgut Riem mit Führung
- 2009 Erweiterung des Radtourenangebots auf unserer homepage
- 2009 Brotbacken im Rahmen des Neubiberger Ferienprogramms im Umweltgarten
In den Jahren 2007 – 2009 Ehrungen durch den Landrat für besondere Verdienste im Umweltschutz für Maximiliane Königer-Reuß (2007), Hans Reiters (2008) und Anton Anderl (2009)
Die Aufgabenbereiche haben sich im Laufe der Jahre verlagert: waren es zu Beginn weitgehend praktische Naturschutzarbeiten, so ist der BN heute mehr und mehr bei den z.T. weitgreifenden Bauvorhaben gefordert, die unseren Siedlungsraum zunehmend versiegeln, wie die drohende Bannwald- und Grünzugbebauung. Auch in diesen Fragen werden wir weiterhin unsere Kräfte einsetzen und mit unserer Arbeit dafür sorgen, dass für nachfolgende Generationen eine lebenswerte Umwelt erhalten bleibt.
